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Eine Photovoltaikanlage kann einen großen Teil des eigenen Strombedarfs abdecken und langfristig die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz reduzieren. Damit das funktioniert, sollte die Anlage jedoch nicht einfach möglichst groß dimensioniert werden. Entscheidend ist eine Planung, die zum Gebäude, zum Stromverbrauch und zu den persönlichen Anforderungen passt.
Wer eine Photovoltaikanlage installieren möchte, sollte deshalb einige grundlegende Punkte bereits vor der Umsetzung berücksichtigen.
Am Anfang steht immer die Frage, welche Voraussetzungen das vorhandene Dach bietet. Neben der verfügbaren Fläche spielen vor allem Ausrichtung, Dachneigung und mögliche Verschattungen eine Rolle.
Auch Dachfenster, Schornsteine, Gauben oder andere Aufbauten beeinflussen, wie viele Module sinnvoll installiert werden können. Eine reine Betrachtung der Quadratmeterzahl reicht deshalb nicht aus.
Bei Bestandsgebäuden sollte außerdem der Zustand des Daches berücksichtigt werden. Steht in absehbarer Zeit ohnehin eine größere Dachsanierung an, kann es sinnvoll sein, diese Arbeiten vor der Installation der Photovoltaikanlage durchzuführen.
Die passende Anlagengröße hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der nutzbaren Dachfläche ist insbesondere der Strombedarf des Haushalts relevant.
Dabei sollte nicht nur der aktuelle Verbrauch betrachtet werden. Auch zukünftige Veränderungen können eine Rolle spielen – beispielsweise ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder ein insgesamt steigender Strombedarf.
Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, geeignete Dachflächen möglichst gut zu nutzen. Wie groß die Anlage tatsächlich ausgelegt werden sollte, lässt sich jedoch nur anhand des jeweiligen Gebäudes und Verbrauchsprofils beurteilen.
Für die Planung einer PV-Anlage helfen die Stromabrechnungen der vergangenen Jahre dabei, den bisherigen Verbrauch einzuschätzen. Noch wichtiger ist jedoch die Frage, wann der Strom benötigt wird.
Photovoltaikanlagen erzeugen den größten Teil ihrer Energie tagsüber. Wird in dieser Zeit bereits viel Strom verbraucht, kann ein entsprechend hoher Anteil des erzeugten Solarstroms direkt genutzt werden.
Ist der Stromverbrauch dagegen vor allem morgens und abends hoch, kann ein Stromspeicher interessant werden.
Ein Batteriespeicher nimmt Solarstrom auf, der zum Zeitpunkt der Erzeugung nicht direkt im Haushalt benötigt wird. Dieser Strom kann anschließend beispielsweise am Abend oder in der Nacht genutzt werden.
Dadurch lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen und der Bezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren.
Ein möglichst großer Speicher ist allerdings nicht automatisch die beste Lösung. Seine Kapazität sollte zur Leistung der Photovoltaikanlage und zum tatsächlichen Stromverbrauch passen. Eine passende Dimensionierung ist deshalb wichtiger als die reine Speichergröße.
Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehr als den sichtbaren Solarmodulen auf dem Dach. Die einzelnen Komponenten müssen technisch aufeinander abgestimmt werden.
Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Bei Anlagen mit Stromspeicher muss außerdem berücksichtigt werden, wie Speicher, Wechselrichter und Photovoltaikanlage miteinander verbunden werden.
Auch kleinere Verschattungen können den Ertrag einzelner Module beeinflussen. Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine oder Dachaufbauten sollten deshalb bereits bei der Anlagenplanung berücksichtigt werden.
Da sich der Sonnenstand im Laufe des Tages und der Jahreszeiten verändert, genügt eine einfache Momentaufnahme häufig nicht. Eine fachgerechte Planung berücksichtigt die zu erwartenden Verschattungen und ordnet die Module entsprechend an.
Zu Beginn werden die Voraussetzungen des Gebäudes und die Anforderungen des Eigentümers betrachtet. Dazu gehören unter anderem Dachfläche, Ausrichtung, Stromverbrauch und die Frage, ob ein Stromspeicher vorgesehen ist.
Anschließend kann die Anlage technisch ausgelegt und die Position der Module geplant werden. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, sollten die passenden Komponenten ausgewählt und die Installation vorbereitet werden.
Nach der Montage und den erforderlichen Elektroarbeiten wird die Anlage in Betrieb genommen und kann den erzeugten Solarstrom für den eigenen Haushalt bereitstellen.
Eine Photovoltaikanlage sollte immer als Gesamtsystem betrachtet werden. Eine hohe Modulleistung allein sagt wenig darüber aus, wie gut die Anlage zum tatsächlichen Bedarf passt.
Häufige Planungsfehler entstehen beispielsweise dann, wenn Verschattungen nicht ausreichend berücksichtigt werden, ein Stromspeicher überdimensioniert wird oder zukünftige Verbraucher bei der Anlagenplanung unberücksichtigt bleiben.
Auch die Abstimmung der einzelnen Komponenten spielt eine wichtige Rolle für einen zuverlässigen Betrieb.
Eine Photovoltaikanlage sollte weder pauschal nach der verfügbaren Dachfläche noch allein nach dem bisherigen Stromverbrauch geplant werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Gebäude, Dach, Verbrauch und den gewünschten Komponenten.
Wer diese Faktoren von Anfang an berücksichtigt, schafft eine gute Grundlage für eine Photovoltaikanlage, die langfristig zum eigenen Energiebedarf passt.
MS Technik unterstützt Sie bei der individuellen Planung und Umsetzung Ihrer Photovoltaikanlage. Von unserem Standort in Backnang aus betreuen wir Photovoltaik-Projekte in Backnang, Stuttgart und der umliegenden Region.